Wetter-Achterbahnfahrt zum Jubiläum mit Happy End

Foto: Martin Engel

Dass am Ende mit rund 3.500 Gästen ähnlich viele Besucherinnen und Besucher des Jubiläums-Honky Tonk® in Fulda am Abend durch die Innenstadt und ihre Kneipen zogen, hätten wir als Veranstalter nicht für möglich gehalten. Nachdem noch Mitte der Woche die Wetterprognose nur zwischen starkem und sehr starkem Regen variierte, keimte im Laufe des Veranstaltungstages kurz Hoffnung auf. Die Prognose lautete plötzlich, dass die Regenfront wahrscheinlich an der Festivalstadt vorbeiziehen würde. Fast pünktlich zum Start um 20 Uhr drehte sich die Prognose wieder und ein unangenehmer Nieselregen dominierte dann doch bis kurz vor Mitternacht.

Aber einmal mehr zeigte sich, dass Fulda eine der Top-Honky Tonk®-Städte ist, denn in allen Kneipen herrschte dichtes Gedränge bei hervorragender Stimmung, teilweise gab es Einlassstopp. Ben Wild & the wild Band rockten wieder „ihr“ Rädchen, Noise Pollution begeisterte genauso im Kulturkeller, wie Colour the Sky in der Alten Schule. Karibisch getanzt wurde bei Karibik Tropical Band, gesungen im Mc Müller´s mit Jo&Max und mit Backenfutter im Löwen usw. usw.
Im Doppeldecker hüpfte die Menge gemeinsam mit Jamie, dem Sänger von Kojak, und the Nannys swingten eine wunderbare Atmosphäre im Platzhirsch, ähnlich Deep Down South in der Heimat, Einlassstopp gab´s in der Windmühle und der Posaune und natürlich heimelige Atmosphäre bei Mr. Price und Mr. Pain in „ihrem zweiten Wohnzimmer“, zum Eck.
Alles übertroffen hat aber der Museumsinnenhof.

Angesichts der obigen Information mag man sich nicht vorstellen, als Gast ein open air besuchen zu wollen. Seven Hell spielte aber ein fast magisches Konzert. Es ist kaum erklärlich, wie sie es geschafft haben, die Förstina-Bühne im Museumshof so voll zu halten und für unglaubliche Stimmung zu sorgen. Selbst die Securitykräfte waren so begeistert, dass sie mit dem Publikum die Songs mitsingen mussten.
Was für eine Leistung. Seven Hell war sicher eine der Entdeckungen des Festivals.

Eine ganz persönlich Bemerkung sei hoffentlich gestattet: wenn man so viel Arbeit und auch Herzblut in eine Jubiläumsveranstaltung steckt, wenn so viele Partner einen dabei unterstützen, wenn der Vorverkauf der beste in 19 Jahren Honky Tonk® Fulda ist, wenn die Vorfreude von allen Seiten aus allen Poren sprießt, ist es brutal und deprimierend, wenn Dinge, die nicht zu beeinflussen sind, wie eben das Wetter, alles zu zerstören drohen. Dass dann am Ende sich unsere Gäste wirklich ihr Wetter selbst machen und alle widrigen Umstände einfach ausblenden, hat uns wirklich berührt. Vielen, vielen Dank dafür. Es war ein nun wirklich denkwürdiges Jubiläum.

Es ist fast selbstredend, dass es bei einem solchen Publikum auch zu keinen Vorkommnissen gekommen ist und es nur einige kleinere Lärmbeschwerden gab.

An dieser Stelle danken wir als Veranstalter gerne unseren Sponsoren und Partnern, vor allem unser Titelsponsor Hochstift-Brauerei. Sie hat maßgeblichen Anteil an dem Gelingen des Jubiläumsgewinnspiels, an der Kreation des Jubiläumsprogramms und ist seit Beginn der Garant, dass wir mit dem Festival überhaupt in Fulda sein dürfen.
Auch unserem Partner vom Citymanagement danken wir aus vollem Herzen, denn es gibt keine andere Honky Tonk®-Stadt, wo wir so viel Input und Unterstützung von einer solchen Einrichtung erhalten.

Wir hoffen auch sehr, dass die Fuldaerinnen und Fuldaer es wertschätzen können, was für großartige Gastronomen sie haben und welches Leben diese in ihre Stadt bringen. Wir kennen nun wirklich viele Städte in Deutschland und deren Gastronomiestruktur. Es ist einzigartig, dass wir fast durchgängig über 20 Festivals mit den gleichen Gastronomen arbeiten dürfen. Das ist ein Zeichen von großer Professionalität, gepaart mit viel Kreativität. Davon profitiert unser Festival und das führt dazu, dass wir als Veranstalter auch privat sehr gerne zu Gast in Fulda sind.

Einen ganz speziellen Dank senden wir zum Schluss aber an eine Person, die nun seit 19 Festivals wichtiger Bestandteil unserer Veranstaltung ist und damit fast schon als Chronist wirken könnte – vielen Dank Jürgen Mötzung, dem eigentlichen Helden im Museumsinnenhof.

Wir freuen uns auf Anfang Mai 2020, wenn wir mit dem ersten Festival der nächsten Doppeldekade wieder in Fulda zu Gast sein dürfen.